HanseMerkur

Jetzt bewerben!

Bewerben Sie sich für den HanseMerkur Preis für Kinderschutz. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2022. Weitere Informationen finden Sie hier.

Umwelt & Nachhaltigkeit

EU-Taxonomie und die klimafreundliche Gas- und Atomenergie

Der Deutschlandfunk hat sich diesen Fragen angenommen – herausgekommen ist ein interessanter Hintergrundbeitrag, der nicht (be-)wertet. Generell hat die EU-Kommission mit dem Regelwerk der Taxonomie einheitliche Standards für ökologisches Wirtschaften in Finanzmärkten, Investitionen als auch für wirtschaftliches Handeln fest. Damit […]

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 11. Januar 2022

Der Deutschlandfunk hat sich diesen Fragen angenommen – herausgekommen ist ein interessanter Hintergrundbeitrag, der nicht (be-)wertet. Generell hat die EU-Kommission mit dem Regelwerk der Taxonomie einheitliche Standards für ökologisches Wirtschaften in Finanzmärkten, Investitionen als auch für wirtschaftliches Handeln fest. Damit sollen Gelder in „grüne Technologien“ geleitet werden, um die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Entstanden aus dem „Aktionsplan zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum“, der im März 2018 vorgestellt wurde, möchte die EU mit der Taxonomie definieren, welche Wirtschaftsaktivitäten nachhaltig sind

Um das Ziel des European Green Deals – Klimaneutralität in der EU bis 2050 – zu erreichen, müssen zukünftige unternehmerische Aktivitäten mit mindestens einem von insgesamt sechs Umweltzielen der EU harmonisieren – ohne andere Ziele zu beeinträchtigen (sog. Do No Significant Harm-Prinzip). Des Weiteren sollen Unternehmen ihre Informationen über das jeweilige nachhaltige Handeln vergleichbarer machen, so dass Anleger einen besseren Überblick über klimafreundliches Wirtschaften bekommen und – so die Idee – höhere Investitionen in diese Bereiche tätigen.

Experten haben lange Vorschläge für den Taxonomie-Inhalt unterbreitet – dabei war der Bereich Gas- und Atomenergie lange umstritten. Diese wurden nun Ende letzten Jahres in die Verordnung aufgenommen. So hielten einige Länder (darunter Frankreich und Länder aus Osteuropa) Atomkraft für klimafreundlich, da der CO²-Ausstoß gering ist. Andere Länder wie Deutschland hielten Risiken wie die oftmals ungeklärte Entsorgung von radioaktiven Material dagegen.

Bis nächste Woche können die EU-Mitgliedsstaaten den Vorschlag bewerten. Eine Umsetzung scheint realistisch; Veto kann nur dann eingelegt werden, wenn sich mindestens 20 der 27 EU-Staaten zusammenschließen. Diese Staaten müssen mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung oder 353 Abgeordnete im EU-Parlament repräsentieren.

Noch mehr Hintergrundwissen über dieses doch sehr komplexe Thema gibt es auf der Audiospur bei Deutschlandfunk. Ein empfehlenswerter Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*