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Yeswecan!cer: Eine App, die verbindet!

Jeder Zweite in Deutschland erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Erschreckend, nicht wahr? Krebs ist oftmals verbunden mit Angst und einer gewissen Tabuisierung – sowohl bei den Betroffenen als auch bei den Angehörigen. Die gemeinwohlorientierte Organisation Yeswecan!cer möchte das ändern und beschreitet mit prominenter Unterstützung ganz neue Wege.

Veröffentlicht von Tanja Johannsen am 9. Juni 2021

Jedes Jahr erkranken in Deutschland nahezu 500.000 Menschen neu an Krebs. Und für die meisten geht diese Erkrankung einher mit Angst, Scham, Schuldgefühlen, Isolation, Stigmatisierung, Hilflosigkeit – und ja, sogar Armut.

Für Menschen, die nicht betroffen und doch offen und verständnisvoll gegenüber Krebserkrankten sind, mag das vielleicht schwer nachvollziehbar sein. Aber die plötzliche Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit, der drohende Verlust des eigenen Lebens, die Qualen und Strapazen durch Bestrahlung und Chemotherapie – und sicherlich auch das Gefühl, einfach nicht mehr wie gewohnt zu funktionieren, sind oftmals Dinge, über die sich nur schwer Reden lässt. Krebs mit all seinen Begleiterscheinungen ist einfach ein Tabuthema.

Yeswecan!cer möchte das ändern. Sie sind nach eigenen Angaben Deutschlands größtes Movement für einen angst- und tabufreien Umgang mit der Krankheit. Die Organisation möchte an Krebs erkrankte Menschen unterstützen und die Kommunikation von Betroffenen untereinander fördern. Die Absicht dahinter ist eine Möglichkeit für den informellen Austausch untereinander zu schaffen, aber auch eine Möglichkeit zur Selbsthilfe zu geben.

#Mutmacher

Die Idee ist sicherlich nicht neu, denn einzelne Krebspatienten, Vereine und Projekte setzen sich bereits seit längerer Zeit für eine authentische, offene und positive Kommunikation zu diesem Thema ein. In Blogs, auf Facebook, Instagram oder Youtube lassen sich einige Krankheitsgeschichten oder Erfahrungsberichte finden, die Orientierung bieten und auch Tipps geben. Für Yeswecan!cer sind dies Influencer, denen die Non-Profit-Organisation eine zentrale gemeinsame Plattform geben möchte: Unter #Mutmacher werden auf yeswecan-cer.org regelmäßig Influencer in einer #Mutmacher-Galerie vorgestellt. Die Botschaft ist dabei eindeutig: Du bist nicht allein!

Die YES!APP: #Dubistnichtallein

Genau mit dieser Botschaft machen rund 30 prominente Unterstützer nun auf die YES!APP aufmerksam, die gemeinsam von Krebspatienten und Fachärzten entwickelt wurde. Darunter unter anderem Joko Winterscheidt, Anna Loos, Jan-Josef Liefers, Axel Prahl, Tim Mälzer, Sasha oder Jorge González. In kurzen Videobotschaften erzählen sie, warum es sich bei der YES!APP um eine tolle Möglichkeit der Unterstützung handelt.

Für den Medienunternehmer und Initiator von Yeswecan!cer Jörg A. Hoppe ist das ganz klar: Während seiner Krebserkrankung war das Smartphone mit den verschiedenen Kommunikations-Apps für ihn der ständige Link zur Außenwelt, über den er offen über seine Krankheit sprechen konnte – sei es in Form von Selfies oder dem gesprochenen wie geschriebenen Wort.

Mit der YES!APP hat er deshalb den Anstoß zur größten digitalen Selbsthilfegruppe von Krebsbetroffenen gegeben: 13.000 Krebspatienten und ihre Angehörigen tauschen sich mittlerweile jederzeit und überall einfach und unkompliziert mit anderen Betroffenen darüber aus. Neben einem sicheren Dialog und einem Hilfsansatz zur Selbsthilfe bietet die App zudem jeden Donnerstag einen direkten Draht zu Fachärzten und Krebs-Experten. Darüber hinaus stehen speziell geschulte Gesundheitsexperten, die sogenannten YES!COACHES, täglich über eine Hotline mit Rat und Tat zur Verfügung.

Eine großartige Idee und Unterstützung von Mensch zu Mensch, wie wir finden. Alle Angebote von Yeswecan!cer wie auch die YES!APP sind übrigens kostenfrei.

Wer Hilfe sucht oder Interesse an einem Austausch hat, kann sich die App bei Google Play oder im Apple App Store herunterladen, ein User-Profil erstellen und sich dann ganz einfach mit anderen zum Thema Krebs austauschen.

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