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Umwelt & Nachhaltigkeit

Klima Basics: Das Weltwunder der Selbstregulation

In unserer Beitragsreihe „Klima Basics“, versorgen wir Sie heute wieder mit etwas Basiswissen aus dem Ratgeber „Kleine Gase – Grosse Wirkung. Der Klimawandel“. Heutiges Thema: Das Weltwunder der Selbstregulation und mit welchen Phänomenen unsere Erde sich seit ihrer Entstehung selbständig kühlt und erwärmt.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 25. Februar 2019

Wie bereits letzte Woche berichtet, sind Treibhausgase nicht gleich schlecht. Die natürlichen Treibhausgase sorgen schon seit Entstehung der Erde dafür, die natürliche Erwärmung der Erde anzuregen und eine Durchschnittstemperatur von 14°C zu ermöglichen. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre ein Leben auf der Erde, bei Minusgraden um -20 °C und kälter, also gar nicht möglich. Wie es im gleichnamigen Titel des Ratgebers heißt, sind es die kleinen Gase, die diese große Wirkung haben. Diesen natürlichen Effekt unterstützen noch weitere selbstregulierende Wunder der Natur.

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Die gefürchteten Vulkane tragen seit Entstehung der Erde zum Gleichgewicht unseres Klimas bei. Denn ein Vulkanausbruch kann das Klima der Erde sowohl abkühlen als auch erwärmen. Auf der einen Seite wird bei einem Vulkanausbruch CO2 freigesetzt, das den Treibhauseffekt verstärkt und über Millionen von Jahre hinweg das Klima erwärmt. Auf der anderen Seite werden bei einem Vulkanausbruch sogenannte Aerosole freigesetzt, kleine Partikel die das Sonnenlicht reflektieren und somit für eine natürliche Abkühlung sorgen.

Auch die Aktivität der Sonne und die Intensität ihrer Strahlung variiert ganz natürlich und ist seit jeher für Veränderungen in unserem Klima verantwortlich. Die Sonnenflecken auf der Oberfläche der Sonne verändern sich in ihrer Anzahl kontinuierlich in einem 11-jährigen Rhythmus und sorgen damit für eine kontinuierliche Veränderung in der Stärke der Sonnenstrahlung.

Selbstverständlich tragen auch die Wolken zu einer natürlichen Regulation des Klimas bei. Die höher hängenden dünnen Eiswolken halten nur einen geringen Teil der Sonnenstrahlen von der Erde ab. Außerdem sind sie kalt und geben somit auch kaum Wärme ins Weltall ab. Sie sorgen damit für eine Erwärmung des Klimas. Die tief hängenden dicken Wolken hingegen, wirken sich kühlend auf die Erdtemperatur aus. Denn sie lassen deutlich weniger Sonnenstrahlen auf die Erde treffen. Die Entstehung von Wolken in ihren unterschiedlichen Formen, sorgen somit ebenfalls für das Gleichgewicht des Klimas.

Nicht zu vergessen sind die Ozeane. Das globale Förderband der Ozeanzirkulation beschreibt die Meeresströmungen, die alle Ozeane auf der Erde miteinander verbindet. Angetrieben durch die Winde, transportieren unsere Weltmeere sehr große Wärmemengen, die das Klima auf der Erde maßgeblich beeinflussen. Würden diese Zirkulationen aus dem Gleichgewicht gebracht werden oder sogar zum Stillstand kommen, würde unsere Lufttemperatur um 2°C bis zu 8°C fallen.

Diese natürliche Selbstregulation ist ebenso faszinierend wie erschreckend. Wie  konnte es passieren, dass wir diese Komplexität aus dem Gleichgewicht bringen konnten? Was trägt dazu bei, dass wir dieses Wunder tagtäglich weiter zerstören? Dazu mehr in der nächsten Woche…

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