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Ethik & Gesellschaft

Assistenzhund: Freund und Helfer auf vier Pfoten

Ab April werden sie mit noch mehr Rechten ausgestattet: Assistenzhunde. Die Vierbeiner helfen beeinträchtigten Menschen durch den Alltag und können so viel mehr, als vermutet wird. Was sie können und warum erweiterte Rechte so wichtig sind, zeigt unser Artikel.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 11. November 2021

Nur rund drei Prozent der Hunde haben die angeborene Fähigkeit, Gesundheitsveränderungen an Frauchen oder Herrchen festzustellen und damit die Chance, Assistenzhund zu werden. Die Ausbildung ist umfangreich und nicht ganz günstig: einen fünfstelligen Betrag kostet es, einen Hund zu trainieren und den offiziellen Status eines Assistenzhundes zu bekommen.

Vor dem geistigen Auge hat man beim Begriff des Assistenzhundes oft den Blindenhund, der sehbeeinträchtigten Menschen hilft, sich zu orientieren. Dass diese Hunde so viel mehr können (wie z.B. Rollstuhlfahrern heruntergefallene Gegenstände anreichen, Licht anzuschalten, Türen zu öffnen und vieles mehr), ist oftmals nicht präsent. Fast noch wichtiger ist ihre „Warnfunktion“: Sie können Diabetikern vor Unterzuckerung oder Epileptikern vor Anfällen warnen – und das ganz unabhängig von ihrer beruhigenden Wirkung, die sie auf viele Menschen haben.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass sie ab April mit einem rechtlichen Sonderstatus ausgestattet werden, den bisher nur Blindenhunde haben. Mit diesem Status dürfen sie ihre Besitzer in alle allgemein zugänglichen Anlagen und Einrichtungen begleiten. Denn gerade bei alltäglichen Aufgaben und Besuchen wie zum Beispiel in Arztpraxen oder Supermärkten war die Mitnahme oftmals nicht möglich und die Betroffenen mussten lange Diskussionen führen, um den Assistenzhund mitzuführen.

Und das ist oftmals der Knackpunkt: Die Teilnahme am öffentlichen Leben, der für viele erst durch einen Assistenzhund möglich ist. Schön also, dass dieses nun auch von der gesetzlichen Seite geregelt wird.

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