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Kinderschutz

Elterntaxis blockieren Rettungsgasse vor Kita

Im sächsischen Neukirchen konnte ein Rettungswagen nicht zu seinem Einsatz in die Kita gelangen, weil Elterntaxis die Rettungsgasse zugeparkt hatten. Dem Bürgermeister platzte daraufhin der Kragen…

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 7. Mai 2018

Laut SPIEGEL online machte sich Sascha Thamm, Bürgermeister der sächsischen Gemeinde Neukirchen, in einem Facebook-Post Luft, in dem er das Parkverhalten der vermeintlich „überfürsorglichen“ Eltern, die ihre Kinder direkt bis vor die Kita-Tür fahren, aufs schärfste kritisierte. Er nahm dabei kein Blatt vor den Mund, was ihm bundesweite Aufmerksamkeit bescherte. Mittlerweile patrouillieren Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor der Kita „Pünktchen“ und verteilen Strafzettel.

Da dies leider kein Einzelfall ist, setzen sich viele Institutionen und Verbände für vorsorgende Maßnahmen ein. Die Vertreter des Forums Verkehrssicherheit Hamburg starten beispielsweise ab dem 14. Mai eine Aktion, bei der sie an neun Tagen, an neun Schulen Eltern über die Vorzüge des Zu-Fuß-Gehens informieren. Die Aufklärungsveranstaltung für Eltern ist leider keine Pflichtveranstaltung. Am 14. Mai um 07:30 Uhr stehen Schulsenator Thies Rabe und Ulf Schröder, Leiter der Verkehrsdirektion Hamburg, aber in der Grundschule in der Ernst-Henning-Straße 20, Hamburg-Bergedorf, für Fragen und Interviews zur Verfügung.

Seit vielen Jahren unterstützen wir von der HanseMerkur die Aktionen rund um den Zu Fuß zur Schule Tag. Was wir dabei im letzten Jahr erlebt haben, haben wir für Sie in einem Film von Gregor Hense festgehalten:

Bild: Christian Fehrmann

One thought on “Elterntaxis blockieren Rettungsgasse vor Kita”

  1. Vielen Dank für diese aussagekräftige Reportage und dem Interview mit Staatsrat Rainer Schulz.
    Mit einem Schmunzeln nahm ich die freundlich- höfliche Formulierung „überfürsorgliche Eltern“ der Autorin wahr. Ich befürchte mir wären da provokantere Formulierungen eingefallen. Leider haben viele Eltern im Zeitalter der bequemen Smartphones, Tablets, Online Bestellservice usw. völlig vergessen, was wohl der Grund nicht nur ihres Übergewichts, Bluthochdrucks, Schlafstörungen und Konditionsmangels ist, sondern in noch schwerwiegenderem Ausmaß auch das ihrer Kinder werden wird.
    In den jungen Jahren, gerade vor der Pubertät während des Wachstums, werden die Knochen und Muskeln angepasst ausgebildet und die Synapsen im Gehirn u.a. für Körperkoordination, Gleichgewichtsinn und Multitasking entwickelt, aber nur so wie eben vom Umfeld gefordert. Wird diese Lernzeit „verpasst“, weil das Kind sich u.a. nicht entsprechend bewegt, ist dieses entstehende Defizit nicht mehr vergleichbar aufzuholen.
    Kinder brauchen Bewegung und die Eltern sollten ein gutes Vorbild sein, dass dies möglich gemacht wird. Der Weg von und zur Schule, wie im Artikel umschrieben und die Aktion „Zur Fuß zur Schule“ mögen allen Eltern Einsicht und Ansporn sein etwas wirklich Gutes für ihre Kinder zu tun. Dass auch die verkehrstechnische Belastung reduziert wird, darf ein positiver Nebeneffekt sein.

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