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Kinderschutz

Kinderschutz: Blick hinter die Maske

Wie gehen Täter vor, die es auf sexualisierte Gewalt vor allem auf Kinder und Jugendliche abgesehen haben? Ein Video gibt nun Antworten auf diese Frage und richtet sich an Jugendliche, aber auch an Eltern.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 5. Oktober 2021

Vorgestellt haben das Video der Zartbitter e.V. Köln, das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Deutsche Fußball-Bund. Anhand eines Fallbeispiels aus der Beratungspraxis von Zartbitter Köln, zeigt das Video „Blick hinter die Maske – Strategien der Täter und Täterinnen bei sexualisierter Gewalt“ Täter-typische Strategien im Fußball und in anderen Institutionen auf.

Wichtig zu betonen war es den Verantwortlichen, dass es im Fußball viele engagierte Trainer gibt, die sich für die Achtung der persönlichen Grenzen und Rechte von Kindern und Jugendlichen einsetzen – auch außerhalb des grünen Rasens. Doch leider gibt es – wie in anderen Sportarten auch – eben einzelne Männer und Frauen, die Kindern und Jugendlichen sexuelle Gewalt zufügen. Nicht nur aus diesem Grund ist das Video so wichtig: Es soll die Jugendlichen direkt erreichen, da sich häufig von sexualisierter Gewalt betroffene Jugendliche gleichaltrigen Freunden anvertrauen als beispielsweise erwachsenen Vertrauenspersonen. Die Opfer schweigen darüber hinaus, weil sie Sorge vor unberechenbaren Reaktionen der Erwachsenen haben.

„Wir finden, dass das Video eine hervorragende niederschwellige Einstiegsinformation für Kinder und Jugendliche, aber auch Vereine, Trainerinnen und Trainer ist“, so Dr. Stephan Osnabrügge, Schatzmeister und Kinderschutz-Beauftragter des DFB. Oftmals beginnt sexueller Missbrauch mit Grenzverletzungen und Übergriffen. Diese müssen wahrgenommen und benannt werden, damit nichts Schlimmeres geschieht.

In diesem Sinne hoffen wir, dass sich das Video weit verbreitet und schlimmeres verhindert werden kann. Hier geht es zum Video:

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