HanseMerkur

Achtung: Neue Bewerbungsfrist!

Bewerben Sie sich schon jetzt für den HanseMerkur Preis für Kinderschutz 2021. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2021. Weitere Informationen finden Sie hier.

Anstand in schwierigen Zeiten

In den vergangenen zwei Jahren sind zahlreiche Bücher erschienen, die den zunehmend ruppigeren, respektlosen Umgangston und Umgang im täglichen Leben in den Fokus nehmen. Es geht um eine zunehmend polarisierte Gesellschaft, die mit neuen Dimensionen von Rassismus, Fanatismus und Demokratiefeindlichkeit umgehen muss und sich dabei sehr schwer tut. Carolin Emcke, Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, hat ein beachtenswertes Manifest „Gegen den Hass“ geschrieben. Und Hirnforscher Gerald Hüther stellt in seinem Buch „Würde“ die Frage: „Wir alle wollen in Würde sterben, aber sollen wir nicht erst einmal in Würde leben?“

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Housing First

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 25. November 2020

25Nov.

Ist eigener Wohnraum ein Privileg? Muss jemand, der auf der Straße lebt, sich eine Wohnung erst verdienen? Das Konzept Housing First wird von vielen Initiativen inzwischen befürwortet und hat sich in anderen Ländern längst bewährt. Der Grund ist ganz einfach: Das Leben auf der Straße ist ein täglicher Überlebenskampf und Stress pur. In dieser Situation kann ein Mensch nicht den Kopf frei kriegen, zur Ruhe kommen und gemeinsam mit einem Sozialarbeiter überlegen, wie sein Leben weitergehen soll. Wie es weitergehen kann. Denn es gibt immer Chancen, aber manchmal fehlt die Kraft und das Selbstvertrauen zuzugreifen.

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Veröffentlicht von Anna-Katharina Haag am 24. November 2020

24Nov.

Am 25. November ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Laut der Kriminalstatistischen Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2018 des Bundeskriminalamts wurden 2018 insgesamt 140.755 Personen Opfer von versuchter und vollendeter Gewalt – 81,3 % von ihnen waren Frauen. Zu versuchter und vollendeter Gewalt zählen Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuelle Übergriffe, Bedrohung, Stalking, Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution. 122 Frauen wurden 2018 durch Gewalt in der Partnerschaft getötet. Das heißt an jedem dritten Tag und mehr als ein Mal pro Stunde wird statistisch gesehen eine Frau durch ihren Partner körperlich gefährlich verletzt. Und die Dunkelziffer ist noch weitaus höher.

In Hamburg hilft man sich

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 18. November 2020

18Nov.

Hamburg gehört zu den reichsten Städten des Landes und trotzdem ist die Bedürftigkeit hier sehr hoch. Ein guter Grund für alle, die nicht bedürftig sind, sich zu engagieren und sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst zu werden.

Was bedeutet es, obdachlos zu sein?

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 11. November 2020

11Nov.

Sie sitzen auf Bürgersteigen, Parkbänken, an Bahnhöfen. Wir sehen regelmäßig obdachlose Menschen, nehmen wahr, dass es immer mehr werden. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was es tatsächlich bedeutet obdachlos zu sein? Susanne Groth bringt es in der ABSEITS-Fibel auf den Punkt.

Rhetoric Matters

Veröffentlicht von Heinz-Gerhard Wilkens am 9. November 2020

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Am 7. November 2020 um 17.24 Uhr kam nach einem viertägigen Wahlstimmenauszählungskrimi die erlösende Nachricht. Joseph R. Biden (77) ist President Elect und wird wohl am 20. Januar 2021 zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Es war eine Wahl der Superlative. Noch nie in der Geschichte der USA erhielt ein Präsidentschaftskandidat so viele Stimmen. Am Ende waren es 74,5 Millionen. Noch nie erlangte zudem eine Frau das Vizepräsidentenamt. Kamala Harris (56) ist die zweite afroamerikanische Frau im US-Senat. Und noch nie zuvor haben die Amerikaner – coronabedingt – so viele Briefwahlstimmen abgegeben wie bei diesem Urnengang: rund 100 Millionen. Das wichtigste Ergebnis der Abstimmung aber ist, dass nach einem erratisch und populistisch regierenden Amtsinhaber jemand ins Weiße Haus einzieht, der nicht spaltet, sondern zusammenführt, der versöhnt und die demokratischen Prozesse respektiert, wissend, dass der Souverän, das Volk, Macht nur auf Zeit verleiht.

Wenn es kalt wird auf der Straße

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 4. November 2020

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Kamin oder Heizung an und mit Kuscheldecke auf das Sofa – so lieben wir den Winter und kommen gut durch die kalte Jahreszeit. Doch das ist nicht allen vergönnt. Für obdachlose Menschen gibt es in Hamburg ein Winternotprogramm, das auf den ersten Blick ganz gut klingt. Doch es hat auch seine Tücken. Die ABSEITS-Fibel erklärt, warum das Angebot nicht von allen genutzt wird.

Podcast-Zeit: Polizeigewalt auch in Deutschland?

Veröffentlicht von Marie Mävers am 30. Oktober 2020

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Nach dem grausamen Tod „George Floyds“ in den USA wurde weltweit eine Debatte in Gang gesetzt, die auch in Deutschland Stimmen laut werden lies und Gewaltszenen durch die Polizei ans Licht brachte. Laut wird heute auch zu dem Thema der Verein „Laut gegen Nazis“, der Aufklärungsarbeit und Förderung von Initiativen leistet, die sich für die Demokratie, gegen Menschenverachtung und rechtsextremistisches Gedankengut engagieren.

Wenn Unsichtbarkeit zur Gefahr wird

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 28. Oktober 2020

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Beim Stichwort Obdachlosigkeit denken wir meist zuerst an Männer. Kein Wunder, man sieht auch nur wenige Frauen auf der Straße. Aber der Schein trügt nicht nur, sondern birgt auch eine große Gefahr in sich, denn ihre Unsichtbarkeit macht sie schutzlos.

Erinnerung an das dritte Geschlecht

Veröffentlicht von Marie Mävers am 26. Oktober 2020

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Der Welttag der Intersexualität findet jährlich am 26. Oktober statt und soll an das dritte Geschlecht erinnern und die Enttabuisierung des Begriffs in der Gesellschaft fördern. Die Medizin spricht von Intersexualität, wenn ein Mensch genetisch oder anatomisch und hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann.

In Zeiten alternativer Wahrheiten

Veröffentlicht von Heinz-Gerhard Wilkens am 23. Oktober 2020

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Die Welt schaut gebannt auf die Präsidentschaftswahlen in den USA am 3. November 2020. Der Urnengang in einem zutiefst gespaltenen Land, gebeutelt von Wirtschafts- und Gesundheitskrise, aufgewühlt von Rassismus und Polizeigewalt ist auch eine Abstimmung über Demokratie und Populismus, über ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Estabishment und Medien, die nicht als vierte Gewalt sondern zunehmend als Spreader von „Fake News“ agieren. Dass all das nicht erst mit Donald Trump angefangen hat, zeichnen die Journalisten Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby in ihrem faktenreichen Buch „Im Wahn“* nach. Ein Buch, zu dem am 26. Oktober in der ARD nun auch der Film erscheint.

Die ABSEITS-Fibel

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 21. Oktober 2020

21Okt.

Sie wissen nicht, wie Sie mit einem obdachlosen Menschen umgehen sollen? Hingucken und lächeln oder lieber doch nicht, weil Sie denken, dass Sie ihm dann auch was geben müssen? Also gleich wegsehen. Im Zweifelsfall ist der ja auch gar nicht nüchtern. Außerdem muss der da ja nicht sitzen. Wir haben in Deutschland ja so ein gutes Sozialsystem und so viele Einrichtungen, da kann der ja hin. So oder ähnlich geht es morgens auf dem Weg zur Arbeit in vielen Köpfen zu. Licht in die dunklen Abgründe des Kopfkinos bringt derzeit Susanne Groth mit der ABSEITS-Fibel.

Laut gegen Nazis!

Veröffentlicht von Marie Mävers am 20. Oktober 2020

20Okt.

Die Wahlen in Sachsen und Brandenburg haben gezeigt in welchem Zustand sich unser Land befindet. Es sind unbegreifliche Bilder von Ausländerfeindlichkeit, die einem Angst machen. Der Verein „Laut gegen Nazis“ setzt sich deshalb seit Jahren gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und rechten Hass ein. Insbesondere jetzt, wo es gilt die Welt zu mobilisieren: „Werdet laut gegen Nazis!“

Alternative Nobelpreise für Menschenrechtler

Veröffentlicht von Heinz-Gerhard Wilkens am 16. Oktober 2020

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Seit 1980 verleiht die schwedische Right Livelihood-Stiftung den alternativen Nobelpreis „für die Gestaltung einer besseren Welt“. In diesem Jahr gingen am 1. Oktober die vier Auszeichnungen an Menschenrechtler aus Belarus, Nicaragua, den USA und dem Iran, um ein „Schlaglicht auf die weltweite Bedrohung der Demokratie“ zu werfen. Ganz im Sinne des Stifters Jacob von Uexküll, der Menschen auszeichnen möchte, die weitgehend unbeachtet von Medien, Politik und Öffentlichkeit Großes leisten. Berücksichtigt wurden in diesem Jahr 182 Nominierungen aus 71 Ländern.

Gesichter im Abseits

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 9. Oktober 2020

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Der NDR hat in seinem Format „Rund um den Michel“ eine neue Reihe: Gesichter der Großstadt. Sie portraitiert Hamburgerinnen und Hamburger, ihre Besonderheit, ihr Leben und ihr Engagement. Und es dauerte nicht lang bis uns das erste Gesicht sehr bekannt vorkam, denn am Ende ist Hamburg vielleicht doch nur ein Dorf.