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Kinderschutz

DFL und DFB: Barcamp zum Thema Kinderschutz

Intensiver Austausch zu Kinderschutz und Kinderrechten im Fußball: In einem Online-Barcamp wurden Mitarbeitenden der Fußballclubs die Möglichkeit gegeben, sich in geschützter Atmosphäre auszutauschen. Organisiert wurde das online-Barcamp von DFB, DFL und der Kindernothilfe.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 19. April 2022

Rund 70 Teilnehmende aus verschiedenen Bereichen des Fußballs waren vertreten – darunter Präventionsbeauftragte der Leistungszentren und Mitarbeitende aus den Bereichen CSR, Kids- und Jugendclubs sowie Fanbetreuung der Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga. Weitere Teilnehmende waren Kinder- und Jugendschutzkoordinatorinnen und -koordinatoren, Sportpsychologinnen und -psychologen, Trainerinnen und Trainer sowie Mitarbeitende von Clubs der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und der Landes- und Regionalverbände des DFB.

Eröffnet wurde das Barcamp mit zwei Impulsvorträgen. Andreas Luthe, Torwart des 1. FC Union Berlin, gab Einblicke in die Bedeutung des Themas aus seiner Sicht als aktiver Fußballprofi, der sich gleichzeitig seit Jahren als Stellvertretender Vorsitzender des Vereins „in safe hands e.V.“ für ganzheitlichen Kinderschutz einsetzt. Daran knüpften Niklas Alof und Janina Jaspers von der Kindernothilfe an, die sich auf die Bedeutung von Kinderrechten fokussierten. Insbesondere wurde in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Beteiligung und Mitsprache von Kindern und Jugendlichen an sämtlichen Prozessen, die ihre Lebenswelt direkt betreffen, thematisiert.

„Kinder und Jugendliche an der Erstellung von Kinderschutzkonzepten zu beteiligen ist essenziell“, sagte Referent Niklas Alof, Kinderrechtsexperte der Kindernothilfe. „Die Sicht der Zielgruppe wird vor allem bei der nachhaltigen Umsetzung bedeutsam. Bei der Zusammenarbeit mit den Clubs stellen wir besonders bei diesem Punkt einen Lerneffekt und ein gewisses Weiterentwicklungspotential fest.“

Nach den Impulsvorträgen wurde, dem Konzept eines Barcamps folgend, gemeinsam der Plan für das weitere Programm der Veranstaltung erarbeitet. Dazu wurden die bereits im Vorfeld eingereichten Themen sowie die aus den Vorträgen resultierenden Ideen vorgestellt und auf die (virtuellen) Räume verteilt. In kleineren Gruppen tauschten sich die Teilnehmenden intensiv zu verschiedenen Themen aus. Dazu gehörte beispielsweise die Fragestellung, wie Trainerinnen und Trainer oder Übungsleiter damit umgehen können, wenn ihnen als Ansprechperson von Gewalterfahrung berichtet wird. Unterschiedliche Konzepte in Stadien für Zuschauerinnen und Zuschauer mit Diskriminierungserlebnissen wurden ebenso thematisiert.

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