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Kinderschutz

Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit

Das Hamburger Schanzenviertel ist um eine Begegnungsstätte reicher: der umgebaute Bunker im Florapark. Mit dabei ist natürlich das JesusCenter, das wir 2007 für das Projekt „Bollerwagen-Spielmobil“ mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz ausgezeichnet haben.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 4. Mai 2022

Rund zehn Jahre lang hat das Team vom JesusCenter im Hamburger Schanzenviertel darauf gewartet, dass die Entscheidung darüber fällt, was mit dem leerstehenden Bunker im benachbarten Florapark passieren soll. Bis 2013 gab es eine sehr präsenten Drogenszene im Florapark, der mit seinem Spielplatz mitten in einer Wohngegend eigentlich Treffpunkt für Familien in der Nachbarschaft sein sollte. Der Bezirk kaufte deshalb den Bunker und übergab die Projektentwicklung, die Realisierung und Verwaltung an die Stadtentwicklungsgesellschaft steg Hamburg GmbH. Das Nutzungskonzept sieht drei Bereiche vor, die der Bunker bieten und die den Stadtteil bereichern sollen: etwas Soziales, etwas Musikalisches und etwas mit Sport.

Sportlich wird es mit dem Kilimanschanzo e.V., der nicht nur seit Jahren für die bunte Kletterfassade des Bunkers sorgt, sondern nun auch Indoor-Klettern im Bunker ermöglicht. Etwas musikalisches auf die Ohren gibt es durch den RaumTeiler e.V., der im Bunker Proberäume für Bands anbietet. Und das Soziale wird natürlich durch das JesusCenter abgedeckt, das seit 50 Jahren eine feste Institution im Viertel ist.

Seit September 2022 war das 22-köpfige Team um die Vereinsvorstände Barbara Haarmann und Holger Mütze intensiv mit Renovierungsarbeiten beschäftigt. Vor allem die Mitarbeitenden der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe waren maßgeblich involviert, denn im Erdgeschoss und dem 2. Obergeschoss sollte ein neues Kinder- und Jugendzentrum entstehen. Bei meinem Besuch zeigte mir Betreuer Marian Kugler auch nicht ganz ohne Stolz den großen schönen Tisch in der Mitte des Raumes – eines von vielen Dingen, die er selbst gebaut hat. Viele Jugendliche werden hier zusammenkommen und genau dafür ist das Zentrum gedacht.

Auch unsere HanseMerkur Großstadtbienen haben sich in das Projekt mit eingebracht: Durch den Erlös des AlsterHonig Verkaufs konnten wir das Projekt mit 4.000 Euro unterstützen. Wobei für den gesamten Ausbau des Jugendzentrums über 60.000 Euro benötigt wurden.

Im März dieses Jahres wurde das Zentrum eröffnet. Es bietet nehmen einem Loungebereich mit Gemeinschaftsküche, Billard, Tischkicker und Airhockey auch einen Toberaum, ein Fitnessstudio, einen Bandraum sowie ein Tonstudio. Viele Möglichkeiten, um die Kids auch bei schlechtem Wetter sinnvoll zu beschäftigen. Ob es eine Art Kursprogramm geben soll oder eine offene Begegnungsstätte, das wird derzeit noch ausgelotet und getestet. Die Räume auf zwei Etagen bringen einen höheren Personalaufwand mit sich, der nicht immer gedeckt werden kann. Das JesusCenter sucht daher ehrenamtliche Unterstützung:

Wenn Sie beispielsweise einen Fitnesstrainerschein besitzen und Lust haben, stundenweise max. drei Jugendliche im Fitnessraum anzuleiten oder wenn Sie eine Sportart beherrschen (Boxen, Karate, BJJ, Judo etc.) und Spaß am Training mit Jugendlichen haben, melden Sie sich gerne bei uns oder direkt bei Pascal Heberlein im JesusCenter. Zudem wird immer Verstärkung  benötigt, die den Einlass an der Tür im Erdgeschoss beaufsichtigt. Es dürfen aktuell rund 15 Jugendliche am Tag in das Jugendzentrum, weitere Gäste müssen dann leider vertröstet werden.

Das Zentrum ist montags bis freitags von 16.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. Zweimal pro Woche werden die Räumlichkeiten zudem Grundschulklassen zur Verfügung gestellt.

 

Die Kletterfassade des Kilimanschanzo e.V.
Foto: Silke Hirschfeld
JesusCenter Jugendzentrum mit Loungeecke...
Foto: Silke Hirschfeld
Billard....
Foto: Silke Hirschfeld
Küche und großem Gemeinschaftstisch.
Foto: Silke Hirschfeld
Sportlich wird es im Fitnessbereich
Foto: Silke Hirschfeld
...und dem Toberaum.
Foto: Silke Hirschfeld
Im Tonstudio wird gerappt.
Foto: Silke Hirschfeld

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