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Kinderschutz

Doku-Tipp: Mordfall Jessica – Das verhungerte Kind

Der NDR beleuchtet in seinem Format „Die Narbe“ historische Momente der vergangenen Jahrzehnte, die zum kollektiven Gedächtnis Deutschlands gehören. Darunter ist auch die Ermordung des Hamburger Mädchens Jessica, die jahrelangen Qualen ausgesetzt war.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 21. April 2022

Der Tod des Hamburger Mädchens in einem dunklen Zimmer, nach jahrelangem Martyrium durch ihre Eltern, erschütterte 2005 Deutschland und setzte ein Schlaglicht auf das Kindeswohl. Wie konnte es passieren, dass ein siebenjähriges Kind, unbemerkt von der Öffentlichkeit und den zuständigen Behörden in Hamburg, wie eine Gefangene gehalten worden war und bei ihrem Tod so viel wog eine Zweijährige?  Die Hansestadt verschärfte danach Gesetze, schloss auch Lücken im Meldesystem – doch reicht das?  Bis heute bleibt auch eine Frage strittig: Wie groß ist die staatliche Fürsorgepflicht und Verantwortung beim Schutz von Kindern?

Der halbstündige Dokumentation folgt ein Gespräch mit Moderatorin Anja Reschke mit dem Hamburger Pastor Thies Hagge und Dr. Bernd Herrmann, Kinderarzt und Begründer der Fachgesellschaft Kinderschutz in der Medizin, über die Geschehnisse und ihre heutige Bedeutung. Was bleibt von diesen Ereignissen und was hat sich gesamtgesellschaftlich danach verändert? Und: Welche Narben haben die Ereignisse bis heute hinterlassen? Die Filmemacher untersuchen die früheren Schauplätze und lassen Betroffene sprechen, die wegen des großen Medienrummels teils jahrelang geschwiegen haben. Viele haben es auch heute noch schwer, mit dem Erlebten umzugehen. Die Dokumentationen ermöglichen neue Perspektiven auf die historischen Momente.

Zum Beitrag in der ARD-Mediathek geht es hier.

Foto: NDR

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