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Kinderschutz

„Mutausbruch“: Projekt zur Gewaltprävention in Kitas gestartet

Der Alltag in der Kindertagesstätte ist für Kinder häufig eine prägende Erfahrung. Erzieherinnen und Erzieher schaffen hier wichtige Grundlagen für die weitere Persönlichkeitsentwicklung und ein gesundes Aufwachsen. Doch hohe Arbeitsbelastung und Stress können selbst erfahrene Fachkräfte an ihre Grenzen bringen.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 9. Mai 2022

Vor diesem Hintergrund hat der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. das Programm „Mutausbruch – füreinander stark machen“ initiiert.

Fast jede sechste Kita-Leitungskraft (17,3 Prozent) erlebt nach einer Studie des Instituts für empirische Soziologie (ifes) in ihrer Einrichtung häufig Situationen verletzendes Verhaltens. Den Fachkräften ist ihr Verhalten in den meisten Fällen bewusst und sie reagieren erschrocken (59,2 Prozent). Auch für die Kolleginnen und Kollegen sind diese Situationen alles andere als einfach – die meisten von ihnen (69,3 %) wissen nicht genau, wie sie reagieren sollen.

Hier setzt das Programm „Mutausbruch“ an, um die Gewaltprävention in Kindertagesstätten zu fördern: Die teilnehmenden Kitas entwickeln zusammen mit einem Expertenteam Lösungen und Handlungsstrategien, um fordernde Situationen im pädagogischen Alltag zu meistern – und verletzendes Verhalten gegenüber Kindern zu vermeiden. Mit der Auftakt-Veranstaltung am 27. April starten 25 Kitas aus den Regionen Berlin/Brandenburg, Koblenz/Bonn und Freiburg/Hochschwarzwald in die Pilotphase.

„Wir wollen die Fachkräfte, Eltern und Kinder in der Kita dabei unterstützen, ein positives Konfliktmanagement zu etablieren“, erläutert PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther das Engagement der PKV. „Kinder sollen kein verletzendes Verhalten erleben müssen und zudem lernen, Konflikte konstruktiv und gewaltfrei zu lösen.“

Mit dem Programm „Mutausbruch“ werden die Einrichtungen 18 Monate lang mit Beratungen, Fortbildungen und Coachings begleitet. Ein „Traut-Euch!“-Kinderkoffer enthält begleitendes Material zur pädagogischen Vermittlung von Kompetenzen wie Gefühle wahrnehmen und ausdrücken oder Mut und Selbstvertrauen entwickeln. Der gesamte Prozess wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

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