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Kinderschutz

iPhone: Deutschlandstart von Nackt-Foto-Scanner

  Des Öfteren berichteten wir über den Vorstoß von Apple zum Schutz der Kinder. Die Funktion, mit der Fotos in der Nachrichten-App gescannt werden, kann über die Familienfreigabe ab sofort in Deutschland und Frankreich genutzt werden. Sie ist Teil in […]

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 29. Juli 2022

 

Des Öfteren berichteten wir über den Vorstoß von Apple zum Schutz der Kinder. Die Funktion, mit der Fotos in der Nachrichten-App gescannt werden, kann über die Familienfreigabe ab sofort in Deutschland und Frankreich genutzt werden.

Sie ist Teil in der in dieser Woche veröffentlichten Betaversion von Für die Installation benötigt man einen Entwickleraccount; die öffentliche Betaversion für alle User folgt später.

In der Praxis sieht es wie folgt aus: Das Kind empfängt über Apples Nachrichten-App ein Foto; dieses wird von Apple „gescannt“ und als Nacktbild erkannt. Nun wird das Bild verwischt dargestellt und es erscheinen Hilfefunktionen wie eine Blockierung des Kontaktes, jemand Drittes zu informieren oder den Inhalt ansehen (hierzu wird eine ausdrückliche Bestätigung verlangt).

Der Scanner wirkt dabei in beide Richtungen: Auch wenn das Kind versucht, ein Nacktbild zu versenden (weil es beispielsweise überredet wurde), erscheinen Warnungen. Damit soll dem sogenannten Cybergrooming vorgebeugt werden. Der Check der Fotos erfolgt dabei lokal auf dem Gerät; weder Apple noch Eltern erfahren von den Meldungen.

Ursprünglich wollte das Unternehmen noch einen Schritt weiter gehen; Missbrauchsbilder, die in der eigenen Cloud hochgeladen werden, sollten automatisch gemeldet werden. Dies scheiterte u.a. an dem großen Gegenwind von Bürgerrechtsorganisationen, die in der Technik die Gefahr sahen, dass autoritäre Regime sie abgewandelt für Zensur und Überwachung nutzen könnten.

Foto: Apple

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